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Pressespiegel

Täglich wird Sprechen gelernt - Stadt fördert die Sprache der Jungen und Mädchen im Kindergarten – Konzept für Erzieher

Sprechen leicht gemacht: Erzieher aus den neun städtischen Kindertagesstätten haben im Rathaus ihre Konzepte zur Sprachbildung und -förderung vorgestellt. Während sich die Kinder an themenspezifischen Ständen selbst testen konnten, hatten die Eltern Gelegenheit sich in Gesprächen, an Stellwänden und bei einer Podiumsdiskussion ausgiebig zu informieren.

Von Carsten Fricke Gehrden.
„Jeder Tag ist ein Sprachlerntag“, verdeutlichte Doreen Labuttis, Leiterin der Klax-Kita im Wald, den Grundgedanken. Die Sprachentwicklung der jeweils 25 Krippen- und Kita-Kinder werde in Ordnern dokumentiert – und auch ihre Mundmotorik trainiert. „Das geht zum Beispiel spielerisch mit Pusten durch einen Strohhalm“, erklärte Labuttis. Das konnten die Kinder unter anderem am Stand der Kita Lemmie ausprobieren. Dort pusteten die Drillinge Leo, Lars und Luna bunte Maisschaum-Röllchen und Schiffe über den Tisch. Entspannt sah Radovan Aleksi? seinen Kindern dabei zu. Sie besuchen die Kita Am Castrum. Ebenso entspannt sah er die Sprachentwicklung der Dreijährigen. „Wir kommen aus Serbien, aber unsere Kinder haben gar keine Schwierigkeiten mit der Sprache. Sie sprechen deutsch ganz ohne Akzent“, sagte Aleksi?. „Bei mir dagegen merkt man den Akzent wohl auch in 40 Jahren noch“, prognostizierte er lachend. „Ich denke, es ist gut, dass die Erzieher auf die Sprachbildung achten“, sagte Anne Sachs, deren Söhne Jarno (6) und Ferry (3) die Kita Langes Feld besuchen. „Jarno hatte mal eine Stotterphase, aber die haben ja viele Kinder und sie ist auch bald wieder verschwunden“, erzählte sie. Welchen Anteil die Sprachförderung daran gehabt habe, könne sie aber nicht sagen.

Nach Ansicht von Fachdienstleiterin Britta Häupl hat sich der seit drei Jahren von der Stadt koordinierte Austausch über die Sprachförderung bewährt. Fachtage, Supervisionen und Evaluationen trügen dazu bei, die Konzepte zu erweitern. Mithilfe von Fördermitteln des Landes Niedersachsen in Höhe von 10.000 bis 13.000 Euro würden Fortbildungen der Erzieher und Beratungsangebote, aber auch Lerninhalte für die Kinder finanziert. Die Stadt müsse dafür lediglich 10 Prozent der Kosten tragen. So seien seitdem unter anderem mehrsprachige Bilderbücher gekauft worden, um Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund zu fördern. „Dazu gehört auch, den Kindern die Muttersprache nicht abzuerziehen. Die Erzieher können die Geschichten in deutsch vorlesen und die Eltern in der Muttersprache“, erläuterte Häupl.

16.06.2015 / LKCZ


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